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SAMSTAG 11. OKTOBER
Budapest, 5:30 Uhr:

Zum einen wurde die Stadt während der 1848er Revolution zum Hauptquartier seiner Freiheitskämpfe und zum Sitz seiner Regierung gemacht. In der großen reformierten Kirche erklärte er dabei Ungarns Unabhängigkeit und die Absetzung der Habsburger! Zum anderen trat ein Jh. später in Debrecen eine provisorische Nationalversammlung zusammen und wurde Hauptstadt der bis dahin befreiten Landesteile.
Neben der äusserlichen Besichtigung der großen reformierten Kirche, des reformierten Kollegiums, einigen hübschen Gebäuden, Statuen und Denkmälern besuchten wir auch das sehr sehenswerte Deri Museum. Neben einer volkskundlichen Sammlung findet man hier die sehr berühmte Trilogie des ungarischen Malers Mihály Munkácsi (ecce homo, christus vor pilatus und golgotha). Leider waren nur zwei der beeindruckenden Werke da...
Nach dem Museumsbesuch machten wir uns auf den Weg zum Bahnhof um von dort mit einem herrlich altmodischen Bummelzug nach Hortobagy (gesprochen: Hortobadsch) in die Puszta zu fahren.
oben, links & rechts: der nette Bummelzug von Debrecen nach Hortobagy; unten links: die berühmte Neun-Bogen-Brücke ; rechts: die Straße unserer UnterkunftNach einem Spaziergang durch den Ort und die Gegend aussenrum beobachteten wir noch einen wunderbaren Sonnenuntergang. Anschließend gingen wir dann in einer Csárda essen. Natürlich ließen wir uns leckere Gulyas - Suppe schmecken....
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Sonntag 12. OKTOBER 2008
Mit dem Fahrrad durch die Puszta:
Es war wirklich wunderschön morgens durch die neblige Landschaft zu radeln. Vor allem weil wir die einzige Leute weit und breit waren. Die Wege waren nicht immer unbeding Fahrradoptimal, so dass wir auch hin und wieder die ein oder andere Strecke schieben mussten. 
Das erste Highlight (nach Spinnennetzen im Nebel,...) war eine Rinderherde die ganz plötzlich rechts neben uns im Nebel auftauchte:
Barbara kann Fahrrad fahren... (nicht nur im Geheimen ;-))
Kurze Zeit später sah unser offizieller Fahrradweg dann so aus...
Und zu guter Letzt hier nochmal ein Bild des Wahrzeichens der Puszta: Ein Ziehbrunnen
Die Heimfahrt von Hortobagy nach Budapest wurde dann noch etwas beschwerlicher als erwartet. Zunächst nahmen wir den Bummelzug (von Debrecen kommend) nach Füzesabony. Und hier in Ungarn gibt es wie z.B. auch in Hortobagy an vielen Bahnhöfen keine Fahrkartenschalter oder -automaten. Daher setzt man sich einfach in den Zug und wartet bis der Kontrolleur kommt und kauft bei ihm das Ticket. Der Kontrolleur kam zwar mehrfach an uns vorbei, aber anscheinend dachte er er hätte uns schon kontrolliert... Irgendwie gefällt mir das System hier :D - Wir waren schon sehr hungrig als wir in Hortobagy los gefahren sind (der Supermarkt und jegliche anderen Lokalitäten wo man Essen kaufen kann, waren schon geschlossen..) und hofften in Füzesabony eine Kleinigkeit zu essen zu bekommen... Schließlich war der Ort nur mittelmäßig klein und nicht sehr klein. Das war leider eine Falschannahme und so irrten wir erstmal ein bisschen durch den Ort bis wir eine kleine Pizzeria entdeckten, wo wir uns wenigstens noch mit einer Pizza eindecken konnten bevor wir wieder zum Bahnhof eilten um weiter nach Budapest zu fahren. Womit wir nicht wirklich gerechnet hatten: Sonntag abend will wohl das ganze Land nach Budapest... als der Zug ankam war er bereits mehr als überfüllt. So verbrachten wir die noch noch 2einhalb Stunden dauernde Fahrt in einem stinkenden, völlig überfüllten Zug in dem wir auf dem Boden saßen (egal, wir waren eh schon dreckig vom Radfahren in der Puszta..) Zu allem überl saß schräg gegenüber von uns auch noch ein recht Betrunkener Typ... Naja letzten Endes sind wir ja wieder gut in Budapest angekommen :-)
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So, jetzt ist der Bericht gerade noch vorm Wochenende fertig geworden. Während Andi (leider) lernen muss, werde ich mit den Leuten von der Pazmány Peter Uni (wo wir im August an der Summeruniversity teilgenommen haben..) eine Tour durch den Nordosten Ungarns unternehmen...
2 comments:
Ich bin mir nicht sicher, wie ich das Verhalten der Schafe deuten soll - aber ich bin mir sicher, dass es etwas mit dir zu tun hat!
Vielleicht warst du in deinem früheren Leben mal ein Hirtenhund (ein ganz schöner, netter und überhaupt bewundernswerter natürlich) ;-)
Der H&M hier ist in etwa so teuer wie in Deutschland, und damit der einzige halbwegs bezahlbare Klamottenladen in ganz Antwerpen...
Aber sobald mein Diamantenschmuggel so richtig floriert, ist mir das auch egal =)
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