Sunday, October 19, 2008

Wir sind dann mal weg - oder: Urlaub in Transsylvanien

Liebe Blog-Leser,

nachdem wir letzes Wochenende bereits einen wunderschönen Ausflug gemacht haben, werden wir uns ab morgen Abend in ein neues Abenteuer begeben:

TRANSSYLVANIEN

Eine Region voller Mythen und Legenden, denen wir auf den Grund gehen wollen. Ob Vampire, Werwölfe oder mit Knoblauch bewaffnete Bauern - wir lassen uns gerne überraschen. Und falls wir nächste Woche nicht wieder da sein sollten, dann sind wir wohl einem der o.g. Gestalten zum Opfer gefallen...

Da Babs das Wochenende über in Eger und Miskolc war, hab ich mich - neben meinen Sachen für die Uni - der logistischen Herausforderung der "Optimalen Routenplanung" hingegeben. Was dabei rausgekommen ist, könnt ihr unten sehen:
Und ja, ich habe so in etwa die "Nächste Nachbar Heuristik" angewandt, mein besonderer Dank gilt daher v.a. Professor Kuhn und Tommy Wensing;-)
Die Planung sieht dann etwa wie folgt aus:
PS: Für Unleserlichkeit haftet ebenfalls der Logistik-Lehrstuhl. Das hab ich da so gelernt!

Also dann: Auf ins Abenteuer!!

Thursday, October 16, 2008

Mit dem Fahrrad durch die Puszta...

...endlich hier auch der Bericht zu unserem letzten Wochenendausflug, von dem ihr ja schon seit Montag die Fotos bewundern könnt.

Die Idee hatte ich irgendwann im August. Was Andi anfangs als Schnappsidee abgetan hat, wurde einer unserer schönsten Ausflug in Ungarn bisher...

* * *

SAMSTAG 11. OKTOBER

Budapest, 5:30 Uhr:

Der Wecker läutet und läutet und läutet. "Schatz!!! Komm lassen wir das, lass und lieber weiterschlafen und einen entspannten Tag machen" (Zum Glück) war Andi genauso gnadenlos wie unser Wecker und so führte kein Weg daran vorbei aus dem Bett zu kriechen, unter die (unfreiwillig kalte) Dusche zu springen, Brote zu schmieren und dann zum Bahnhof aufzubrechen.

Da uns die Tram vor der Nase wegfuhr mussten wir dann die letzten Meter zum Bahnhof laufen um unseren Zug noch gerade so zu erwischen. Unser erstes Ziel an diesem Tag war allerdings nicht die Puszta, sondern Debrecen (da kommen übrigens die Debreciner - Würschtel her), die zweitgrößte Stadt Ungarns.
Zweieinhalb Stunden später kamen wir dann an:

Debrecen:

Am Bahnhof angekommen machten wir uns auch gleich auf den Weg die Sehenswürdigkeiten von Debrecen, das auch Calvinistisches Rom genannt wird zu besichtigen. Obwohl die Stadt nur um die 200.000 Einwohner (Budapest hat zum Vergleich 1,8Mio.) hat, war sie historisch gesehen von großer Bedeutung:

Zum einen wurde die Stadt während der 1848er Revolution zum Hauptquartier seiner Freiheitskämpfe und zum Sitz seiner Regierung gemacht. In der großen reformierten Kirche erklärte er dabei Ungarns Unabhängigkeit und die Absetzung der Habsburger! Zum anderen trat ein Jh. später in Debrecen eine provisorische Nationalversammlung zusammen und wurde Hauptstadt der bis dahin befreiten Landesteile.

Neben der äusserlichen Besichtigung der großen reformierten Kirche, des reformierten Kollegiums, einigen hübschen Gebäuden, Statuen und Denkmälern besuchten wir auch das sehr sehenswerte Deri Museum. Neben einer volkskundlichen Sammlung findet man hier die sehr berühmte Trilogie des ungarischen Malers Mihály Munkácsi (ecce homo, christus vor pilatus und golgotha). Leider waren nur zwei der beeindruckenden Werke da...

Nach dem Museumsbesuch machten wir uns auf den Weg zum Bahnhof um von dort mit einem herrlich altmodischen Bummelzug nach Hortobagy (gesprochen: Hortobadsch) in die Puszta zu fahren.

Hortobagy, 14:15Uhr:

oben, links & rechts: der nette Bummelzug von Debrecen nach Hortobagy; unten links: die berühmte Neun-Bogen-Brücke ; rechts: die Straße unserer Unterkunft


"Wo schlafen? Wo schlafen? Ich habe Zimmer." So empfing uns eine recht geschäfttüchtige (nette) alte Dame, bei der wir uns wegen Fahrrädern erkundigten. So hatten wir schon recht bald eine Bleibe für die Nacht, Fahrräder für den nächsten Tag und viel Zeit um den Ort Hortobagy zu erkunden.

unsere Unterkunft in Hortobagy

Nach einem Spaziergang durch den Ort und die Gegend aussenrum beobachteten wir noch einen wunderbaren Sonnenuntergang. Anschließend gingen wir dann in einer Csárda essen. Natürlich ließen wir uns leckere Gulyas - Suppe schmecken....

Sonnenuntergang in Hortobagy. Auf der linken Hälfte des Bildes kann man einen für die Puszta typischen Ziehbrunnen sehen :-)

* * *

Sonntag 12. OKTOBER 2008

Mit dem Fahrrad durch die Puszta:

Morgens war wieder früh aufstehen um halb 7 angesagt. Wir wollten ja möglichst viel an dem Tag sehen. Nach einem leckeren Frühstück ging es dann noch bei dichtem Nebel mit den Fahrrädern los in den Hortobagy-Nationalpark (Halasto), der übrigens auch ein Unesco Weltkulturerbe ist.



Es war wirklich wunderschön morgens durch die neblige Landschaft zu radeln. Vor allem weil wir die einzige Leute weit und breit waren. Die Wege waren nicht immer unbeding Fahrradoptimal, so dass wir auch hin und wieder die ein oder andere Strecke schieben mussten.
Im Laufe des Vormittags verzog sich auch der Nebel und die Landschaft zeigte sich in völlig neuen, beeindruckenden Facetten.

Aber was haben wir nun tolles in der Puszta, die ja ein Ausläufer der eurasischen Steppenlandaschaft ist (ausser frühmorgendlichen Fahrradfahren durch dichten Nebel) erlebt?

Das erste Highlight (nach Spinnennetzen im Nebel,...) war eine Rinderherde die ganz plötzlich rechts neben uns im Nebel auftauchte:

In der Wilde der Puszta mussten wir auch kühne Abenteuer bestehen. Plötzlich ging es nur über eine wackelige Brücke (über einem tiefen Abgrund) weiter...


Die Tierwelt bei den Fischteichen im Schaugebiet des Nationalparks war auch sehr beeindruckend.. (Danke an Andi für die tollen Fotos :D )


Wie allerdings riesige Muscheln in die Puszta kommen blieb uns ein Rätsel...


Die Qualität der Fahrradwege variierte auch ziemlich...


Barbara kann Fahrrad fahren... (nicht nur im Geheimen ;-))

Kurze Zeit später sah unser offizieller Fahrradweg dann so aus...

..und auf einmal gabs gar keinen mehr. Also gings mal kreuz und quer durch die Wiesen...Und neben offiziellen Schaugebieten gibt es in so Nationalparks auch Gebiete deren Zugang verboten ist. Blöd nur wenn man sich dahin verfährt (wir sind natürlich nachdem wir das bemerkt haben auf schnellsten Wege zurückgefahren... ;-)) Einen Blick in die Weite der "verbotenen Puszta" wollen wir euch dennoch nicht vorenthalten...

Die Bausubstanz war nicht immer wirklich gut erhalten.. aber die Weite und Stille der Puszta hat richtig gut getan. Und war auch mal ein großer Kontrast zum Leben in Budapest.

Übrigens habe ich mich auch richtig gut als Schafhirtin (=juhász) gemacht (also falls es mit dem Studium nicht so ganz klappt...)

Allerdings sollte ich vielleicht noch dazuerwähnen, dass sich die Schafe plötzlich sehr komisch benommen haben und immer im Kreis gelaufen sind... (ob daran ich schuld war??)


Plötzlich kommt eine Rinderherde auf uns zugelaufen. Die tun uns doch nichts? (Glücklicherweise schickt der gulyás (=Rinderhirte) seine Hunde los um die Tiere zurückzutreiben...)

Kurz bevor wir uns wieder auf die Rückreise machten, konnten wir noch in der Ferne Reiter in der Puszta entdecken. Ein schönes Bild...


Und zu guter Letzt hier nochmal ein Bild des Wahrzeichens der Puszta: Ein Ziehbrunnen

Die Heimfahrt von Hortobagy nach Budapest wurde dann noch etwas beschwerlicher als erwartet. Zunächst nahmen wir den Bummelzug (von Debrecen kommend) nach Füzesabony. Und hier in Ungarn gibt es wie z.B. auch in Hortobagy an vielen Bahnhöfen keine Fahrkartenschalter oder -automaten. Daher setzt man sich einfach in den Zug und wartet bis der Kontrolleur kommt und kauft bei ihm das Ticket. Der Kontrolleur kam zwar mehrfach an uns vorbei, aber anscheinend dachte er er hätte uns schon kontrolliert... Irgendwie gefällt mir das System hier :D - Wir waren schon sehr hungrig als wir in Hortobagy los gefahren sind (der Supermarkt und jegliche anderen Lokalitäten wo man Essen kaufen kann, waren schon geschlossen..) und hofften in Füzesabony eine Kleinigkeit zu essen zu bekommen... Schließlich war der Ort nur mittelmäßig klein und nicht sehr klein. Das war leider eine Falschannahme und so irrten wir erstmal ein bisschen durch den Ort bis wir eine kleine Pizzeria entdeckten, wo wir uns wenigstens noch mit einer Pizza eindecken konnten bevor wir wieder zum Bahnhof eilten um weiter nach Budapest zu fahren. Womit wir nicht wirklich gerechnet hatten: Sonntag abend will wohl das ganze Land nach Budapest... als der Zug ankam war er bereits mehr als überfüllt. So verbrachten wir die noch noch 2einhalb Stunden dauernde Fahrt in einem stinkenden, völlig überfüllten Zug in dem wir auf dem Boden saßen (egal, wir waren eh schon dreckig vom Radfahren in der Puszta..) Zu allem überl saß schräg gegenüber von uns auch noch ein recht Betrunkener Typ... Naja letzten Endes sind wir ja wieder gut in Budapest angekommen :-)

* * *

So, jetzt ist der Bericht gerade noch vorm Wochenende fertig geworden. Während Andi (leider) lernen muss, werde ich mit den Leuten von der Pazmány Peter Uni (wo wir im August an der Summeruniversity teilgenommen haben..) eine Tour durch den Nordosten Ungarns unternehmen...

Ohne Worte...

(Man beachte, dass das H&N über das vorherige C&A geklebt ist...)

Monday, October 13, 2008

Wochenendausflug

... wird (noch) geschrieben, das dauert allerdings noch etwas, weil wir zum einen seeehr viel erlebt haben und grad auch bissl was für die Uni zu tun haben.

Bis der Bericht fertig ist, könnt ihr aber auch gern schonmal die kommentierten Fotos bewundern:

Debrecen
Von Debrecen nach Hortobagy
Mit dem Fahrrad durch die Puszta


Sunday, October 5, 2008

Nach dem Marathon ist vor.... ach hör mir doch auf!:-)

Soo, das wäre dann also geschafft. I made it!! Wow!!!

Aber es war wirklich kein Zuckerschlecken. Weniger die kleine Erkältung als vielmehr der aufbrausende Wind hatten etwas dagegen, dass ich den Marathon schnell beende. Doch ich hab mich dagegen gewehrt;-)

Zugegeben, so ein Marathon ist wirklich etwas anderes als ein Halbmarathon. Heute war ich zwar nach der Hälfte der Strecke, was also einem Halbmarathon entspricht, noch quietschfidel, doch das sollte sich etwa 10 km später ändern.... die Strecke führte zunächst ein bisschen durch die Budapester Innenstadt und auch einmal quer über die Margid-Sziget. Dann ging es die Donau entlang Richtung Süden, wo wir dann irgendwann die Donau nach Buda überquerten. Dort ging es immer weiter südwärts, wo auch Half-Time war. Die Gegend dort war eher industralisiert d.h. nicht so schön;-) Irgendwann gings dann wieder nordwärts und bald auch wieder an der Donau entlang... vorher konnte man den Wind auch schon ganz gut merken, doch bei der Donau wurd's dann heftig. Brrr..... richtig anstrengend. Und dann wurden auch (folglich?) die Beine schwer. Na ja, so ab 7 km vor Schluss wurde es dann wirklich hart. Aber, ich will hier nicht von irgendwelchen Qualen erzählen, denn am Ende zählt nur das Ziel. Und das hab ich erreicht;-). Auch dank meiner großartigen Supporterin:-))!!

Im Ziel wurde sogar mein Name aufgerufen (auf Ungarisch, hihi, sogar auf Deutsch haben viele Probleme damit). Und im Ziel wurde ich dann nach meinem famosen Lauf gleich von der Presse umlagert und um Interviews gebeten. Ok, in Wirklichkeit war da nur ein deutscher Reporter von irgendeiner Laufzeitschrift, der mich über Lauf befragen wollte und das dann auch tat. War eigentlich sehr nett und vielleicht kann man den Bericht samt Foto ja bald mal irgendwo (Laufzeit) lesen und anschauen.

Meine genaue Zeit und die Platzierung weiß ich (offiziell) noch nicht, aber es war knapp über 3 Stunden (3:00:42). Unter 3 Stunden wäre natürlich ein Traum gewesen und auch mein heimliches Ziel, aber in Anbetracht der Umstände bin auch so mit dem Lauf sehr zufrieden. Viel mehr hätte ich nicht rausholen können, konditionell zwar auf jeden Fall, aber "beinlich" nicht. Ich glaub meine Beine haben sich am meisten gefreut, als sie endlich die Ziellinie passiert hatten:-)

Also, Fazit des Laufes: Eine sehr schöne, wenn auch am Ende anstrengende Sache. Für die nächste Zeit soll es das dann auch mit Marathons gewesen sein (laut Wikipedia braucht man übrigens bis zu 2 Monate, um sich von so einem Lauf komplett zu regenerieren, haha). Vielleicht irgendwann nochmal in 10 Jahren oder so um die 3 Stunden zu knacken:-)

Bis dahin wird aber noch viel Wasser die Donau runterfließen und ich werde mich jetzt mal wieder einer anderen primitiven Sportart widmen - dem Fußball.

In diesem Sinne: Cheers!!

Saturday, October 4, 2008

Der Marathon zum Marathon [Arbeitstittel]

Hallo liebe Leser!

Morgen ist der 5.Oktober, d.h. endlich findet er statt, der Budapest-Marathon. Wie irgendwann mal erwähnt, werde ich da auch an den Start gehen und mir die vollen 42,195 km quer durch Budapest geben.

Nun, so einen Marathon läuft man nicht ohne weiteres, sondern es bedarf natürlich einiges an Vorbereitung.
Vielleicht wäre es sinnvoll, sich zu Beginn einmal näher mit dem Begriff des "Marathons" auseinanderzusetzen....
Laut Wikipedia gibt es 6 Städte in den USA und Kanada mit dem Namen "Marathon" und - Kenner der Antike werden es sicher wissen - den Ort Marathon in Griechenland. Ihr wisst schon, der griechische Bote (Pheidippides) der die Nachricht des Sieges der Schlacht um Marathon (die Stadt wurde übrigens benannt nach dem griech. Helden Marathon, Sohn des Epopeus welcher wiederum der König von Sikyon und zudem ein gewalttätiger Vater war...) die Strecke über etwa 40 km nach Athen gebracht hat. Nach Ankunft soll Pheidippides dann an Erschöpfung gestorben sein...........

Damit mir das nicht passiert, habe ich natürlich auch ein bisschen was trainiert. Wobei eigentlich bin ich nur gelaufen... im September halt 'n bisserl öfters als sonst. Letzten Sonntag dann bin ich 6 1/2 Runden um die Margit Sziget gelaufen. Es sei angemerkt, dass letzten Sonntag mehr oder weniger unerwartet wunderbares und sehr warmes Wetter war und somit seeeeehr viele Leute auf der Margit Sziget unterwegs waren. Somit bin ich dem einen oder anderen öfters begegnet... Ach ja, Babs war auch laufen, doch ich hab sie nicht überholt.............................(das könnte mehrere Gründe haben: 1. ich war zu langsam 2. Babs war zu schnell 3. wir haben uns nicht erkannt 4. sie war gar nicht laufen....) Ok, für 4. gibt es Gegenbeweise und 3. scheidet auch eher aus. Muss wohl ne Mischung aus 1. und 2. gewesen sein.

Morgen wird Babs dann aber nicht mitlaufen, daher kann ich mich voll auf die Strecke konzentrieren. Netterweise ist sie aber mein persönlicher weiblicher Buddy mit Full-Time Service *gg* (hoffe ich zumindestens gerade noch).

Heute jedenfalls waren wir gemeinsam bei der Registrierung. Wobei diese Angelegenheit auch ein kleiner Marathon war. Doch der Reihe nach: Heute morgen sind wir zunächst bei Regenwetter aufgewacht und mein kleiner Schnupfen, den ich jetzt schon ein paar Tage hab (nein, ich bin noch nicht gestorben) hat sich etabliert, d.h. die Nase war (und ist immer noch) ziemlich zu. Wow, hab ich gedacht, das wären ja perfekte Bedingungen für einen Marathon (Achtung: Ironie). Aber zum Glück ist er ja erst morgen....

Nachmittags sind wir dann losspaziert Richtung Heldenplatz bzw. Stadtpark, an dem der Start, das Ziel und auch das Racing Center platziert sind. Es regnete zwar nicht mehr, aber dafür wehte ein ziemlich kalter Wind. Ab Oktogon (einer der zentralen Plätze in Budapest) wollten wir dann mit der Metro 1 (eine der ältesten U-Bahnen Europas) Richtung Heldenplatz fahren. Doch irgendwie war ein Gitter vor dem Eingang, welches den Zugang unmöglich machte. Zudem war rund um den Oktogon auch ziemlich viel Polizei präsent, allerdings keine 0815 Polizisten sondern richtig fett gepanzerte Trupps. Hatten wir irgendwas verpasst? War heute etwa schon der Nationalfeiertag, an dem sich die Rechten immer mit den Kommunisten prügeln? Oder gab es irgendwo eine Bombendrohung? Da wir nicht mit der Metro fahren konnten, mussten wir die halbe Andrassy út (die Promenade zum Heldenplatz) laufen. Da auch kein Auto fuhr und links und rechts immerwieder Polizisten waren, welche die Straßen absperrten, wunderten wir uns doch etwas. Auf halber Strecke wurden wir dann von einem Trupp gepanzerter Polizisten abgefangen und zurückgedängt. Ein offensichtlich des Deutschen mächtiger Polizist erklärte uns "Demonstration" und "Zurück". Unsere Vermutung hatte sich bestätigt und so mussten wir über ein paar Seitenstraßen Richtung Heldenplatz laufen. Selbiger war allerdings auch weiträumig abgeriegelt doch war von Demonstranten weit und breit noch nichts zu sehen.

Wir mussten noch etwas durch den Stadtpark laufen, bis wir das Race Center erreichten, wo ich dann meine Startunterlagen bekam. Ich werde mit der Nummer 5406 an den Start gehen, welche für mich eine besondere Bedeutung hat........ ok, zugegebenermaßen fällt mir zu dieser Zahl gar nichts ein, daher hoffe ich mal, dass sie mir anschließend in positiver Erinnerung bleibt:-)

Anschließend gingen wir noch zur "Pasta Party", welche aber a) keine Party war und b) es auch nicht wirklich Pasta gab. Zur Auswahl standen entweder so eine Art warmer Käsekuchen und dann so ein - nennen wir es Auflauf - der aus Nudeln(?) und Sauerrahm bestand. Dazu 2 optimale Getränke für Läufer: Eistee oder Bier (sogar richtiges Bier mit 5,2%). Tztztz, so viel zum Thema professionelle Vorbereitung...(ich möchte anmerken, dass ich jetzt bereits seit einer Woche keinen Alkohol trinke!!!). Nach dem Essen haben wir dann noch kurz den Schwarzmarkt eröffnet und einen Essensgutschein, den sie Babs bei der Essensausgabe komischerweise nicht abgeknüpt haben, für 500 Ft (statt 700) verkauft.

Da die U-Bahn auf dem Rückweg immer noch gesperrt war, mussten wir den Weg zurücklaufen. Eigentlich wollte ich mich heute so wenig wie möglich bewegen....

So, jetzt wird es schon langsam spät und ich will ja morgen fit sein. Leider ist der Schnupfen noch nicht wirklich besser, aber ich setze einfach mal auf das Allheilmittel Schlaf.

In diesem Sinne soll's das für den Moment gewesen sein. Morgen gibt es dann hoffentlich einen Bericht über den Lauf;-)


Quizfrage:
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