Wednesday, September 17, 2008

Nun denn. Da jetzt auch endlich meine Vorlesungen begonnen haben, kann ich mich wieder dem Blog schreiben widmen. Ihr ahnt ja gar nicht, wie verlockend das ist, 2 Wochen nicht wirklich was tun zu müssen…

Gut, natürlich hab ich die 2 Wochen nach unserem Sprachkurs durch allerlei mehr oder weniger sinnvolle Dinge ziemlich gut rum bekommen, während Babs schon fleißig an ihre Uni gegangen ist.
Aber der Reihe nach.

Am Samstag nach dem Sprachkurs (30.08.) sind wir richtig in unsere neue Wohnung „gezogen“, d.h. wir haben unsere Sachen von Piliscsaba nach Budapest in die Pozsony út 54 4.Stock 4.Wohnung gebracht. Da das noch nicht anstrengend genug war, sind wir dann nachmittags zum Tesco gegangen. 4km, die ganze Vaci út (eine der größten Straßen in Budapest, an der auch viele internationale Unternehmen ihren Sitz haben) hoch. Wir hätten auch bequem mit der Metro fahren können, doch das wäre ja langweilig gewesen…jetzt kennen wir immerhin einen großen Teil der Straße und wissen, wo potentielle Praktikum-Arbeitgeber ihren Sitz haben;-). Und wer Tesco kennt, der weiß, dass man da ziemlich viel einkaufen kann. Das haben wir dann auch gemacht und sind dann voll bepackt zurück. Um unseren ersten richtigen Abend gebührend ausklingen zu lassen, sind wir nach einer großen Ein-, Auf- und Umräumaktion noch lecker essen gegangen (Hmm, Steak….:-)).

Am Sonntagmorgen wollte Babs unbedingt Kuchen backen, was sie dann auch tatsächlich getan hat. Den Rest des Tages verbrachten wir dann größtenteils damit, die Umgebung unserer Wohnung genauer zu erkunden und im anliegenden Park Kuchen zu essen. Der Kuchen sollte jedoch noch eine andere Funktion haben: Einschleimen bei den Nachbarn *g*. Da nämlich unsere Housewarmingparty bevorstand, wollten wir uns mit den Nachbarn gut stellen, um jeglichen Ärger im Vorfeld zu entgehen. Das hat dann auch ganz gut geklappt und unser Nachbar nebenan hat uns dann gleich 2 Flaschen Wasser und später noch eine Tüte voller Weintrauben geschenkt. Mit dem Wasser ist das so ne Sache: Erst hat er (etwa 60, spricht nur ungarisch) nur das Türfenster geöffnet und als wir ihm dann unseren zuvor einstudierten Text (Hallo, wir sind die neuen Nachbarn, wir kommen aus Deutschland, sind Studenten und heißen… Wollen Sie ein Stück Kuchen?) auf ungarisch vorgetragen haben, hat er die Tür geöffnet und stand plötzlich in Unterhose vor uns… Etwas verlegen hat es uns dann halt als Gegengeschenk zwei Flaschen Wasser in die Hand gedrückt. Wir waren dann doch schwer enttäuscht, hatten wir doch mindestens mit einer Einladung in seine Wohnung mit Weinprobe und anschließendem Abendessen gerechnet…;-) Nein, nicht wirklich, aber das Wasser scheint von einer Quelle beim Heldenplatz zu sein, das glauben wir zumindest verstanden zu haben. Gut, das Wasser steht immer noch in der Küche, da wir uns noch nicht wirklich getraut haben zu trinken….eigentlich war die Hoffnung, dass es bei der Housewarmingparty „zufällig“ einer probiert…dann hätten wir gesehen, ob man irgendwelche Ausschläge oder Krankheiten davon bekommt;-). Spaß beiseite (J.Z.), der Typ ist zwar relativ nett, aber auch ein bisserl komisch. Daher wird das Wasser wohl weiter in der Küche stehen bleiben, bis und einer von euch besuchen kommt………. Hahaha

Am Montag haben dann an Babs’ Uni die Veranstaltungen angefangen. Übrigens hatte sie erst kurz vorher auf der Website gesehen, dass die Uni umgezogen ist, und zwar in einen Trakt des neuen Gebäudes meiner Uni (der Corvinus University of Budapest). Auch durch fehlende Kommunikationsbereitschaft eines Herrn Kommilitonen (H.F.) aus IN (Wir waren während der Orientierungswoche noch in Piliscsaba) musste Babs sich erstmal orientieren und einige fehlende Infos beschaffen. Auch das Umwählen der Kurse hat dann bei ihr noch ganz gut geklappt.
Während Babs also in der Uni weilte, hab ich mal meine Laufschuhe geschnürt und bin zur Margit-Sziged gelaufen. Die Margid-Sziged ist eine Insel in der Donau, die mehr oder weniger für die Bewohner Budapests zur Freizeitgestaltung dient. Es gibt viele Bäume, viele Spazierwege, schön angelegte Parks, ein paar Restaurants, einen kleinen Tierpark, Schwimmbäder, ein Sportstadion, viele Wiesen und - für mich sehr schön – einen extra weichen Weg für Läufer um die Insel herum. Das wären dann etwa 5,5 km, immer mit schönem Blick auf die Donau. Beim ersten Mal Laufen hab ich’s noch bei einer Runde belassen, doch mittlerweile, gerade im Hinblick auf den Budapest Marathon Anfang Oktober bei dem ich mitlaufen werde, werden’s immer mehr…
Zusammen waren wir dann noch in der ersten Woche in zwei großen Shopping-Malls (Westend-City-Center und Mammut). Die sind wirklich ziemlich groß und es gibt allerhand bekannte Geschäfte, aber auch viele kleinere Läden. Auffällig ist, dass Sachen bei Esprit, s.Oliver etc. meist um einiges teurer sind als in Deutschland, dafür lässt sich aber in den ungarischen Geschäften das ein oder andere günstige Stück finden.
Mittwochabend haben wir dann Matthias (den andere Kommilitonen aus IN) getroffen und waren in einem netten Biergarten auf der Margid-Sziged Bier trinken. Was viele bestimmt neidisch macht ist die Tatsache, dass wir bis zum vergangenen Wochenende wirklich durchweg super Wetter hatten und es teils auch abends und nachts noch sehr warm war. Am Donnerstag waren wir dann erst noch mal bei Tesco bevor Babs später Anita, eine sehr nette Ungarin vom Sprachkurs aus Piliscsaba getroffen hat. Zusammen waren sie auch beim Friseur, wobei die Frisöse wohl auch Modell ist und jetzt gerade für 4 Wochen in Mailand weilt. Und irgend so ein ungarischer B-Promi war wohl auch da…. (aber ich glaube das sind die Themen, die besser von weiblichen Blogschreibern erzählt werden sollten….;-).



Am Freitag hatten wir dann unsere Buli, also Einweihungsparty, zu der neben den beiden anderen Ingolstädtern alle Leute vom Sprachkurs eingeladen waren. Es kamen dann auch fast alle, doch zum Glück ist unsere Wohnung ja groß genug. Und unser kleiner Balkon hat den Belastungstest auch gut überstanden;-) Nur das Wasser wurde irgendwie übersehen…
Den Samstagvormittag verbrachten wir dann mit Aufräumen und Saubermachen, wobei uns Anita, die bei uns übernachtet hatte, noch etwas geholfen hat. Da es am Wochenende auch sehr heiß war, haben wir uns dann am Nachmittag entspannt auf die Margid-Sziged gechillt. Anschließend sind wir noch was auf der Insel herum spaziert und sind so auch zu einem Art Kinderfest gelangt, wo viele große und interaktive Spielgeräte, Schminkstände, Informationsstände etc. pp. aufgebaut waren. Knorr hatte einen Verköstigungsstand von zubereiteten Knorr-Fix-Produkten aufgebaut, wo wir uns dann ein kostenloses Essen gegönnt haben;-) Klingt vielleicht dreist, aber die Probeportionen waren ganz gut gefüllt und es war ja genug da, deswegen konnten wir uns ja unauffällig noch mal anstellen;-) Auf einer Bühne hat dann noch ein ziemlich guter Musiker gespielt, so dass wir uns noch ein Bier niedergelassen haben… Da auf der Insel am Wochenende sehr viel los ist, kann man wunderbar fremde Leute beobachten. Und ja, auch in Budapest gibt es viele seltsame und komische Menschen…


...Fortsetzung folgt!!

1 comment:

Joe Hannes said...

Aaaalso, hab euren Blog jetzt mal auf meinem verlinkt:
http://schokoladenbier.blogspot.com/
Wie war noch mal die Adresse von dieser Weltkarte, wo du die Blogs verlinkt hast, Babs?
Schöne Grüße aus Antwerpen!